Workshop-Angebot 2013

WORKSHOP 1

Der fehlende Baustein – den Nutzen von Diversity Management messen

 

Begriffe wie „Diversity Managment“, „Mixed Leadership“ oder „Diversity Quote“ formen seit geraumer Zeit unsere wirtschaftliche, politische und öffentliche Diskussion. Nichtsdestotrotz wissen wir wenig darüber, wie Leistungen und Erfolge von Diversity Management in Organisationen gemessen werden und sollten. Was sind aktuelle „best practice“ Beispiele dafür, wie Organisationen ihre Erfolge im Diversity Management und von neuen (und alten) Diversity Maßnahmen messen und evaluieren? Dieses sind nur wenige von vielen Fragen, die im Rahmen von Diversity-Anforderungen von Unternehmen an Bedeutung gewinnen. Der Workshop gibt daher einen Überblick über aktuelle Key Performance Indikatoren für Maßnahmen und Leistungen im Diversity Management. Darauf folgend werden wir Vorteile, Nachteile und Herausforderungen dieser Indikatoren betrachten, um Empfehlungen für die Evaluation der Diversity-Performance von Unternehmen zu geben. Der Workshop wird neuste wissenschaftliche Erkenntnisse präsentieren und bewährte Vorgehensweisen mit verschiedenen Hintergründen aus unterschiedlichen Industrien aufzeigen. Außerdem fördert der Workshop den Austausch unter den Teilnehmern und beinhaltet Gruppenarbeit und Gruppendiskussionen.

 

Nehmen Sie vorab an unserer Online-Befragung teil!


Leitung: Prof. Dr. Isabell Welpe und Gesche Lotzkat, TU München



WORKSHOP 2

Die Summer der Teile – von Dimensionen zum ganzheitlichen Diversity-Ansatz

 

Zahlreiche Megatrends verändern unsere Arbeitswelt. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die Zusammensetzung von Belegschaften. Die Globalisierung befördert die Internationalität von Belegschaften, die Demografie zeigt sich in der Thematik Jung - Alt, der gesellschaftliche Wertewandel ist Spiegelbild der Generationenvielfalt, der Femininisierungstrend wirkt sich auf die Genderthematik aus und nicht zuletzt beeinflusst der Fachkräfteengpass die Notwendigkeit den gesamten Arbeitsmarkt – ohne Ausnahmen – in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus gilt es zu berücksichtigen, dass in einer Business-Welt, gekennzeichnet durch zunehmende Geschwindigkeit, Komplexität sowie Innovations- und Kostendruck, es darauf ankommt, unterschiedliche Perspektiven und Potenziale zu nutzen, um erfolgreicher zu sein als andere. Die Berücksichtigung von Diversität ist jedoch nur ein Zwischenschritt. Denken wir den Diversity-Ansatz weiter, muss die Individualisierung folgen. Es gilt, jeden Beschäftigten in seiner Lebens- und Arbeitssituation entsprechend seiner Stärken und Talente sowie der Persönlichkeit wahrzunehmen. Ein stärken- und talentorientiertes Personalmanagement ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Umgang mit Fachkräfteengpass, zur Bewältigung der Aufgaben sowie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.


Leitung: Gaby Wilms, Institut für Beschäftigung und Employability unter Leitung von Prof. Dr. Jutta Rump, Hochschule Ludwigshafen; Sieglinde Schneider, EU-Botschafterin für Unternehmensgründerinnen, Accente Communication und Dr. Gertraude Krell, Univ.-Prof. a.D., FU Berlin


WORKSHOP 3

Unconscious Bias: Wie können Stereotype überwunden werden?

 

Im Rahmen des Workshops wird im Austausch mit den TeilnehmerInnen das Auftreten sowie die Wirkung von sozialen Stereotypen in Organisationen diskutiert werden. Hierbei wird erarbeitet, warum jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin in Organisationen über die Ursachen und Wirkungen von Stereotypen informiert sein sollte, warum dieses Wissen aber alleine noch nicht ausreichend ist, um die negativen Auswirkungen von Stereotypen zu überwinden. Aus diesem Grund zielt der Workshop auch darauf ab, Mechanismen aufzuzeigen, durch welche die Auswirkungen von Stereotypen in Unternehmen reduziert werden können. Diese Mechanismen werden gemeinsam mit den TeilnehmerInnen in konkrete und unmittelbar umsetzbare Maßnahmen übersetzt, die dabei helfen, Unternehmensprozesse allgemein und insbesondere Auswahl- und Beurteilungsprozesse „stereotypensicher“ auszugestalten.


Leitung: Prof. Dr. Matthias Spörrle und Dr. Prisca Brosi, TU München – sponsored by Deutsche Bank



WORKSHOP 4

Diversity by Design


Diversity ist in den Personalprozessen von vielen Unternehmen angekommen. Allerdings werden noch nicht alle wichtigen Geschäftsprozesse vom Diversitygedanken erfasst – besonders in traditionell männerdominierten Branchen, wie der Informationstechnologie, der Automobilindustrie oder der Stadtplanungs- und Mobilitätsbranche. Diversity by Design, das heißt Diversity von Anfang an in die Planungs- und Produktentwicklung einzubeziehen – eine noch recht neue Betrachtungsweise. Der Austausch über Methoden, Forschungsergebnisse und Erfahrungen ist daher besonders wichtig, wenn Diversity in allen Geschäftsprozessen Standard werden soll. Im Workshop soll die Möglichkeit, Diversity by Design in der Informatik und in der Mobilität einzusetzen, weiterentwickelt werden. So sind Frauen zum Beispiel häufig für die „Logistik der Familien“ zuständig und dabei sowohl mit privaten als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, aber selten in Entwicklungsteams anzutreffen. Welche Wünsche haben die unterschiedlichen Diversitygruppen an IT-Anwendungen und Mobilität in Stadt und Land?


Leitung: Dr. Armgard von Reden, Dozentin an der Leibniz Universität Hannover und Datenschutzberaterin